Konzeption, Gestaltung und Herstellung eines Friedensleuchters
für die evangelische Kirchengemeinde Iserlohn-Letmathe

Friedensleuchter für die Friedenskirche in Iserlohn-Letmathe

In Anlehnung an die Friedensleuchter in einigen lutherischen Kirchen Skandinaviens gestaltete und fertigte ich im Jahr 2000 dieses Objekt für die Evangelische Kirchengemeinde in Iserlohn-Letmathe. Der Friedensleuchter greift Formen und Materialien von Taufbecken und Kanzel auf und bildet mit diesen Gegenständen eine formale Einheit. Besonderer Clou aber ist die innovative Halterung der Kerzen: An der stählernen Weltkugel lassen sich magnetische Kerzenhalter an beliebiger Stelle positionieren. So können die Friedenslichter direkt in den Krisenregionen dieser Welt befestigt werden. Der Globus wird dabei durch die Osterkerze als Zeichen der Hoffnung in seinem Zentrum erhellt.

Nicht nur für die Osternacht

In den letzten Jahren ist der Friedensleuchter ist zu einem wichtigen Bestandteil und Kennzeichen der Evangelischen Kirchengemeinde Letmathe geworden. Er findet sich im Logo der Kirchengemeinde wieder und ziert Veranstaltungsposter und den Gemeindebrief „Friedensbote“. Eindrucksvoll wird der Leuchter jährlich in der Osternacht in die Liturgie einbezogen, wenn in dem dunklen Kirchenschiff zunächst nur die Osterkerze angezündet wird und die Gemeindemitglieder anschließend das Licht, das Jesu Botschaft in die Welt bringt, symbolisch mithilfe der zahlreichen Gelenkkerzenhalter auf dem gesamten Globus verteilen. Bei Taufen werden die Taufkerzen an der Osterkerze in Inneren der Weltkugel entzündet.

100 magnetische Gelenkkerzenhalter

Über 100 Magnetkerzenhalter stehen der Gemeinde zur Verfügung. Gabelgelenke ermöglichen es, die geografischen Breiten auszugleichen, so dass die Kerzen an jeder Position der Weltkugel senkrecht stehen.

Kontinente aus Stahl und Bruchstück der Berliner Mauer als Intarsie

Im Jahr 1997 veranstaltete der Lauftreff „Friedenskirche“ einen über 600 km langen Staffellauf „Für den Frieden – gegen das Vergessen“. Die Laufstrecke begann an der Ostberliner Gethsemanekirche am Prenzlauer Berg und endete an der Friedenskirche in Iserlohn-Letmathe. Im Rahmen dieser sportlichen Veranstaltung brachten die Läufer ein Bruchstück der Berliner Mauer und eine handgeschriebene Botschaft der Ostberliner Gemeinde mit. Die Umrisse der Stadt Berlin arbeitete ich in Form einer Intarsie aus dem mitgebrachten Original-Mauerstück heraus und setzte sie formbündig in das Stahlblech der europäischen Landmasse ein. Die mitgebrachte Grußbotschaft mit ihren durch das Mitführen eingeschliffenen Löchern ist unter einer Glasscheibe am Fuß des Leuchters als Zeitdokument ausgestellt.

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