Design


Ausstellung Wella

Haarscharf betrachtet

Sechsmonatige Ausstellung der Wella AG zum Thema Haar im Foyer vor der Halle für Luft- und Raumfahrttechnik des Deutschen Museums in München (April bis Oktober des Jahres 2000). Aufgrund der positiven Resonanz zeigte der Auftraggeber im Folgejahr die Ausstellung im Phyletischen Museum in Jena.

Wella plante zunächst als Blickfang ein menschengroßes, aufrecht stehendes Modell eines Haares. Nach Ortserkundung wurde die Anfertigung eines über 4,5 Meter langen, an der Decke hängenden und angeschnittenen Haarmodells empfohlen. Umgeben und zugleich vor Zugriffen geschützt wird das Modell von 12 Displays, die Informationen über den chemischen und strukturellen Aufbau von Haaren auf Leuchtkästen abbilden. Einige der Displays verfügten über Druckknöpfe, mit denen die entsprechenden Strukturen am Haarmodell beleuchtet werden konnten.


Bau Haarmodell

Verbundbauweise mit Laserteilen

Schweißarbeit: Hier wird die Aufnahme für die aufschiebbare Haarspitze angeschweißt. Deutlich zu erkennen sind die zahlreichen Öffnungen, die der Gewichtsreduktion, der Verbindungstechnik und der Kabelführung dienen.


Bau Haarmodell

Montage

Die angefertigten Computeranimationen stellten die Rauminstallation sowie die Hauptsichtrichtungen realitätsnah dar und überzeugten bereits in der ersten Präsentation. Nach Freigabe der neuen Konzeption und Erhöhung des Budgets um das fast Zehnfache wurden alle Arbeiten einschließlich des Modellbaus des Haares und der Displays sowie die Entwicklung der elektronischen und elektrotechnischen Komponenten in nur vier Monaten abgeschlossen. Das Haarmodell ist mit sechs Schwerlastdübeln an der Decke des Foyers befestigt. Das gesamte Modell hat eine Masse von ca. 100 kg. Die zwölf Displays bestehen aus lackiertem MDF. Jedes Display verfügt über einen Leuchtkasten, auf dem Informationen über den Aufbau des menschlichen Haares vermittelt werden. Durch Betätigung des Druckknopfes leuchten die entsprechenden Strukturen am Modell.


Grafik

Grafik und interaktive Nutzung

Die Folien für die Displays orientieren sich in ihrer Gestaltung an den Corporate Design Grundlagen der Wella AG und zeigen Fotoabbildungen, Grafiken und Texte zu insgesamt zehn Themenkreisen. Eine bildhafte Formulierung unter Heranziehung eindrucksvoller Vergleiche erhöht den Erlebniswert der Information und des Modells.

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